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360° schwärze und ein abstrakt-repetitiver klangraum lassen den rezipienten am nullpunkt seiner wahrnehmung ankommen und machen ihn bereit für die elementare botschaft von ============================= game of life ===================================== am anfang war das wort und das wort war gott. gottes geist schwebte über dem wasser und es war finster aus der tiefe. und gott sprach: es werde licht! (gen 1, 1-3)
ein loch in der dunkelheitder tastsinn erschließt dem protagonisten einen ersten attraktor: er entdeckt die schnittstelle zu einem reduzierten lebensmodell, das nur mit seinem schöpferischen zutun sein schicksal aufnehmen kann. von ihm erschaffen, bricht licht in die dunkelheit. in der einfachen, abstrakten form quadratischer zellen fügen sich einzelne elemente zu einer primitiven kultur. die sozietät verfährt nach ebenso reduzierten regeln:
das leben erwacht' und jedes element der erschaffenen formation wird zum individuum im komplex der sozietät. sein zustand ist ursache für gedeih und verderb seiner nachbarn und hängt umgekehrt genau davon ab. die gemeinschaft evolutioniert, einzelne zellen haben keine überlebenschance. eine sehr biologische soziologie der mathematik... l2feauge: in :auge steht der mensch der maschine gegenüber und reicht ihr die hand, auf daß sie auf kinetischem wege seinen willen ertaste. RGB kommt blitzartig ihre antwort - optischer nachhause-weg in rot- grün- und blauempfindliche stäbchen des resorbierenden menschenorgans. kommunikation: findet statt. jetzt begibt sich der betrachter auf die zweite ebene der interaktivität von game of life im dunkel des klangraumes versinkend, nimmt er die resorptive haltung ein und erlebt ein individuelles programm, das von seiner bewegung im raum bestimmt wird, einer langen kamerafahrt gleich, bei der er immer wieder auf mediale abbilder der elementarzellen stößt, die ihn von allen seiten stets auf den kerngedanken des events hinführen und ihm dadurch demonstrieren: es geht um leben und tod. auch der begriff der kommunikation erfährt bei game of life neben dem dialog zwischen mensch und maschine eine zweite bedeutung: das ziel der studie ist nämlich, aus den kommentaren und reaktionen der besucher. die sie teils in dafür bereitgelegten büchern festhalten, teils im interview wiedergeben, sowohl die psychologische wirkung der künst-lichen umgebung während des events als auch die verbliebenen eindrücke und die möglichkeit einer konsequenz nach der rückkehr in die realität zusammenzutragen und letzten endes rückschlüsse auf das eigentliche mysterium schließen zu können: die sinneswahrnehmung und das aesthetische empfinden des menschen.
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